Szenographie

Regiefrauen. München

– eine Ausstellung als Begegnungsraum

Das Deutsche Theatermuseum in München zeigt die Ausstellung „Regie-Frauen“: Porträts von rund 40 Regisseurinnen, die ausführlich von ihrem Werdegang berichten, nebst einigen ausgesuchten Zeugnissen ihrer Kunst. Braucht es das heute noch: eine Sonderausstellung über „Regie-Frauen“? Zumal mit dem altbacken polarisierenden Untertitel „Ein Männerberuf in Frauenhand“? Sollte es im Zeitalter der Regiehandschriften (und der Gleichberechtigung) nicht längst egal sein, ob Männlein oder Weiblein einer Inszenierung ihren Stempel aufgedrückt haben? Schon möglich. Andererseits erkennt aber nur der stark fokussierte Blick auch kleine, versteckte Details. Und die Theaterwissenschaftlerin und versierte Ausstellungskuratorin Christina Haberlik hat ihren Blick sehr genau eingestellt: nämlich auf die zunächst nur wenigen Frauen, die seit dem Zweiten Weltkrieg von jenem Regiepult aus ihren Wirkungskreis zogen, an dem lange Zeit der künstlerische „Halbgott“ stand oder saß. Und der war nun mal meistens männlich.

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